Innenputz

Innenputze sind in Gebäude auf Wände und Decken aufgebrachte Putzmörtel oder Putzbeschichtungen. Unterputze im Innenbereich sollen eben, wasserdampfdurchlässig und leicht saugend sein und sich als Untergrund für nachfolgende Putzbeschichtungen, Anstriche und Tapeten eignen. Je nach Beanspruchung werden Putze für Wand und Decken in Räumen mit normaler und durchschnittlicher Luftfeuchtigkeit sowie für Feuchträume.

Wir führen je nach geforderter Festigkeit, Abrieb, Widerstand und Oberflächenbeschaffenheit folgende Putze aus:

Als besondere Putze sollen Akustikputz, Besenwurf/Spritzputz und Gipsputze näher beschrieben werden.

Akustikputz

Akustikputze werden wegen ihrer Schallabsorbierenden Wirkung in Innenräumen eingesetzt. Sie werden aus einem Werktrockenmörtel hergestellt. Die raue Oberfläche ist offenporig und schwächt gemeinsam mit einem entsprechenden Unterbau den Schall ab. Aufgrund es hohen Luftporenanteils zeigt ein Akustikputz eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Er ist nicht brennbar und hinsichtlich des Brandschutzes in Baustoffklasse A einzustufen. Durch die poröse Struktur ist die Oberfläche allerdings auch stoßempfindlich. Akustikputz wird somit im Allgemeinen nur bei Flächen eingesetzt, die nicht stark beansprucht werden, wie z. B. bei Decken. Durch ein Überstreichen des Akustikputzes geht die Funktion der Schallabsorbierung weitgehend verloren. Die Oberfläche kann aber trotzdem geometrisch und farblich gestaltet werden, darf aber ihre Rauhigkeit und Offenporigkeit nicht verlieren.

Das Absorptionsverhalten und -maximum wird über die Putzdicke reguliert. Bei den marktgängigen Akustikputzen und den üblich Putzdicken von ca. 20 mm wirkt ein Akustikputz etwa oberhalb 500 HZ als Absorber.

Besenwurf/Spritzputz

Der Besenwurf beschreibt eine Putzweise, bei der ein feinkörniger Mörtel mit Dünnflüssiger Konsistenz auf einen ebenen und fein gefilzten Untergrund mehrmals aufgespritzt wird. Den Ursprung hat diese Putzweise darin, dass man einen Reisigbesen in den Putzmörtel eintauchte und anschließend gegen ein Stück Holz schlug, so dass der Putzmörtel fein auf den Untergrund aufgespritzt wurde. Der Reisigbesen war Grundlage für die Bezeichnung Besenwurf. Heute wird diese Arbeitsweise durch Spritzputzapparate abgelöst.

Gipsputz

Gipsputze sind Mörtel der Mörtelgruppe P IV und eignen sich als Wand- und Deckenputz in allen Innenräumen, die nicht ständig Feuchtigkeitsbelastung ausgesetzt sind. Gipsputz eigen sich besonders gut bei erhöhten Anforderungen in Bezug auf lot- und fluchtgerechte Flächen und/oder wenn diese anschließend mit Stuckmarmor oder anderen Stuckverzierungen versehen werden sollen. Einlagige Gipsputze sind rationell und zeitsparend herzustellen.